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Mann’“, ſagte ſie dann gelaſſen,„doch, Gott ſei Dank, nicht ſchlimm genug, um einen Eclat zu rechtfertigen, eine Scheidung möglich zu machen.“
„Soll ich warten, bis es ihm beliebt, mich noch tiefer zu kränken?“
„Warten? Was fällt Dir ein! Ihn auf andere Wege bringen ſollſt Du! Sei doch politiſch! Einmal muß er doch in Dich verliebt geweſen ſein! Bring' ihn wieder dahin! Es iſt ſo einfach: mach'’ ihn eifer⸗ ſüchtig!“
„Emmy, wie unwürdig—“
„Bah, Ihr beide ſeid für eine friedliche Ehe zu ungleichen Charakters; im Krieg aber darf man es mit den Mitteln nicht ſo genau nehmen.“
„Für eine Komödie iſt mir die Ehe zu heilig.“
„Mit der Heiligkeit der Ehe, Coſima, iſt's ſo ſo. Ueber die Hauptſache wollen wir uns keine Illuſionen machen.“
„Ich verſtehe Dich nicht“, ſagte Coſima. Dennoch wurde ſie bis an die Haarwurzeln roth, fühlte es und wandte das Geſicht weg.
„Nicht? Meinethalben“, fuhr die Freundin fort, „ſei jede Ehe alſo im Himmel geſchloſſen! Dann aber
mußt Du ſie für unlöslich halten!“ Heigel, Benedictus. I. 4 41


