Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

154

Tenella! Heil Dir im Siegesprangen, Herakles! Heil Dir und Jolaos!

Bild reihte ſich ihm an Bild, und wann die Gegenwart eindringlicher ihn mahnen wollte, genügte er ſeiner Pflicht halb im Traum, und ſeine Phantaſie wußte Helleniſches mit Chriſtlichem ſeltſam zu ver⸗ mengen.

Als er die Stufen zum Altar, der im freien Feld ſich erhob, wo Erlen ein Halbrund bildeten, hinan⸗ ſteigen mußte, um abermals das Evangelium zu ver⸗ künden, fiel der Vers ihm ein:

Ihr Delphier, Diener Apollon's, auf!

Wallt zu den ſilbernen Wirbeln Kaſtalia's! Und wann Ihr im Thau der kryſtallenen Flut Euch badetet, tretet zum Tempel hinein!

Und als Gregor, die Monſtranz zum Segen der Felder und des Volkes erhebend, das geheimnißvolle Wort genitori genitoque ſang, dachte Benedictus der eleuſiniſchen Myſterien, an den Myrtenkranz, das Rad und den Hesperidenapfel.

Doch zuletzt forderte die Gegenwart grauſam ihr Recht. Auf dem Schloßhügel machte die Proceſſion zum letzten Evangelium Halt. Vor dem Schloßportal war ein Altar faſt nur aus Roſen aufgebaut.