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„Er iſt fünfundſiebzig Jahre alt“, erwiderte Gregor, die Schultern zuckend.
„Wie doch die Zeit vergeht!“ ſeufzte Guido.„Als ich den Trefflichen bei meiner Tante kennen lernte— derſelben, der ich das Vergnügen danke, Sie bei mir zu ſehen— war er noch ein kräftiger Mann, gerade wie eine Kiefer.“
Während dieſes Geplauders hatten ſie die Halde überſchritten und traten nun wieder in die Schat⸗ ten ein.
„Sie werden es bei uns ſehr ſtill finden“, ſagte Guido.„Wir haben gegenwärtig nur einen Gaſt im Schloß, Herrn von Flor. Ein liebenswürdiger Mann. Nur fürchte ich, daß er ein arger Freigeiſt iſt, obgleich er niemals über Religion ſpricht.“
„Das ſind die Schlimmſten“, ſagte Gregor.„Iſt er katholiſch?“
„Nein, Proteſtant.“
„Dann iſt er Dein Mann, Benedictus!“ ſagte Gregor.
„Unſer Profeſſor nämlich“, wandte er ſich erklärend an den Grafen,„iſt ein gewaltiger Freund und Defenſor der Lutheriſchen. Er hat ſogar über den Nutzen der Reformation ein dickes Buch geſchrieben. Das iſt doch etwas Neues! Verdiente er nicht zum Conſiſtorialrath ernannt zu werden?“


