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Dies Wort rührte, ja verwandelte Doris. Nun ergriff ſie die Hand der Gräfin und drückte ſie an die Lippen, an die Bruſt.
„Vergeben Sie mir!“ rief ſie, und als Coſima erſtaunt blickte, wiederholte die Leidenſchaftliche:
„Ja, vergeben Sie mir! Wir Böſen haben den Guten immer etwas abzubitten; daß wir an ihnen zweifeln, iſt vielleicht unſere ſchwerſte Sünde.“
Coſima ſtrich mit leichter Hand über das Haar des Mädchens, in deſſen Geſicht Trotz und Rührung kämpften.
„Doris“, lächelte jene,„wie ſonderbar Sie ſind! Wer Sie nicht kennt, möchte ihnen wirklich glauben und Sie für böſe halten. Kommen Sie, ſetzen Sie ſich zu mir!“ Sie zog ſie neben ſich auf die nächſte Bank.
„Aber Franz—“
„Mag warten, bis wir ihm einen Boten ſchicken, daß er nach Hauſe fahre.“
„Nein“, rief die andere mit Feſtigkeit,„ich reiſe dieſen Morgen beſtimmt. Aber es thut mir wohl, daß ich ſo von Ihnen ſcheide.“ Sie blickte dabei nicht auf die Gräfin, ſondern ſtarr vor ſich hin.
„Hat denn nicht auch Theodor Sie lieb?“
„Wie meine Vorgängerin, Miß Norton, und


