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und mit gleicher Unbefangenheit zu der Paſtorsfamilie im proteſtantiſchen Friedenthal. Er ſchloß ſie in ſein Herz und wähnte bis zu jenem Morgen, es ſchlüge für Jedes den gleichen Schlag.
Das Bild ſeiner Schülerin tauchte vor ihm auf, und— ja, er konnte nicht ohne innerſte Bewegung an ſie denken, aber er war auch nie zum Guten tüchtiger, als wenn er an ſie dachte.
Doch ſchmerzte es ſeine junge Seele, den eigenen Vater in derſelben düſtern Wolke zu ſehen, unter wel⸗ cher ſo Viele in ſeiner Heimat wandelten.
Muß frommer Eifer denn immer auch ein blinder ſein? Kann geweihter Boden der Ungerechtigkeit und Zwietracht Nahrung geben?
Wenn ſie doch die Augen öffnen, dieſes verfemte Friedenthal ſo recht ſcharf und genau betrachten möch⸗ ten— ſie würden bekehrt, beſchämt werden. Indem ſie ſich entrüſtet abwenden, ſich ſchaudernd ſchütteln, verrathen ſie, daß ſie Ketten tragen.
Dem Himmel Dank, dieſe Ketten, einmal abge⸗ geworfen, hat man niemals wieder zu fürchten. Er ſah ſeinen Weg.
Damit wehrte er den bänglichen Gedanken und ſchritt rüſtiger aus.
Allmälig aufſteigend, führte der Pfad zum Rande
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