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Maria : Novelle / vom Verf. einer Alltagsgeschichte. Hrsg. von Johann Ludwig Heiberg. Aus dem Dän. von W. C. Christiani
Entstehung
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ich thun kann, und fuͤr vier Reichsthaler laͤßt ſich nicht viel Praͤchtiges anſchaffen. Der fuͤnfte Reichsthaler iſt fuͤr Dich zu einer Mitze beſtimmt, deren Du ſehr bedarfſt.“ „Fuͤnf Reichsthaler! ja das iſt freilich gewaltig viel Geld. Kannſt Du aber auch ſo viel entbehren? Es blei⸗ ben Dir dann ja nur zwei Reichsthaler uͤbrig!“

„Ja, unſere taͤglichen, nothwendigen Ausgaben kann ich damit bis gleich nach den Feiertagen wohl beſtreiten, dann erwarten ſowohl Mamſell Holm als ich einiges Geld einzunehmen, und waͤhrend ich fuͤr die Dame, die Mamſell Holm unterrichtet, die Pellerine ſtickte, ergoͤtzte ich mich an dem Gedanken, die Einnahme ſei beſtimmt, mei⸗ nen Kindern ein Weihnachtsvergnuͤgen zu machen; auch Mamſell Holm hat fuͤr Arbeiten Geld zu Gute, das ſie zu aͤhnlichem Zwecke fuͤr die Familie anwenden will, wo ſie ſo viel Umgang hat.“

„Da iſt ſie! Gott ſey Dank! da iſt ſie!“ rifen beide Kinder, und fuhren auf eine hohe, duͤrre Geſtalt los, die eben zur Thuͤr herein trat, gehuͤllt in einen dunkeln Man⸗ tel, und einen ſchwarzen Hut tief uͤbers Geſicht herab gezo⸗ gen.„Beſte, gute Holm! was haſt Du fuͤr uns? Was traͤgſt Du da!“ rief die kleine Liſe, waͤhrend Vic⸗ tor, mehr beſcheiden, ſich darauf beſchraͤnkte, die Eintre⸗ tende mit ſeinen Blicken gleichſam zu verſchlingen.

„Fort, fort, Ihr kleines Gezuͤcht!“ ſagte Mamſell

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