Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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Egon eine rechte Thorheit iſt es, prunkſüchtig zu ſein eine Leidenſchaft, die Geld koſtet; frei⸗ lich muß der arme Schlucker davon bleiben. Jetzt begeben wir uns, denke ich, die Stiege empor in die oberen Räume, hinauf auf den Söller, wo meine Sibylle Ah

Er hatte nicht Zeit auszureden, und es ſchien fürwahr, daß Herr Schilling zu den Auserwählten des Glückes gehöre, der nur einen Wunſch, ein Verlangen äußern dürfe, um es auch ſchon erfüllt zu ſehen. Eben kam Fräulein Sibylle mit ihrer Begleitung die breite Stiege herab, die nach dem oberen Stockwerk des Kaufhauſes führte. Ihre Hand ruhte im Arm eines in der That ſehr ſchönen jungen Mannes in reicher Kleidung; ein noch nicht völlig erwachſenes Mädchen ging zu ihrer Linken. Sie ſelbſt war eine Dame, welche man in anderer Umgebung für eine Fürſtin gehalten haben würde, die ſo eben zu dem verſammelten, ihrer harrenden Hofſtaat herabkommt, ſo herrlich zeigte ſich ihre Erſcheinung. Es war ſchwer zu ſagen, was den Vorzug verdiente, die Pracht oder der Geſchmack ihrer Gewänder. Sie trug ein Ueberkleid vom koſtbarſten Seidenzeug, Spitzen und Geſchmeide, und ihr Antlitz war ohne Tadel ſchön, wenngleich