Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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ließen ihn ahnen, daß er ſich einer heiteren, wohl⸗ habenden, lebensluſtigen Stadt nähere; eine Ahn⸗ ung, die auch Niemanden betrog und welche Genfs ſchöne Umgebung, ja eine Natur ohne Gleichen, in deren Schooße die burgundiſche Stadt ihre Zin⸗ nen erhob, noch verſtärkte und erhöhte. Burgun⸗ diſch nennen wir die Stadt, denn in der That ge⸗ hörte ſie Jahrhunderte lang dieſem franzöſiſchen Herzogthume an; zu Anfang des fünfzehnten Sä⸗ culums aber, der Zeit, von der wir hier reden, bildete ſie bereits einen Theil des helvetiſchen Staa⸗ tenbundes oder Gebietes und wurde, ohne eben die Oberherrſchaft eines ihrer fürſtlichen und zum Theil mächtigen Nachbarn anzuerkennen, von ihren eigenen Biſchöfen regiert und verwaltet.

An einem ſchönen Sommertage, die Sonne brannte heiß auf die Stadt und den See, indem ihre Strah⸗ len ſowohl von dem Juragebirge als von den Al⸗ pen zurückgeworfen wurden, war es, als ein mehr als alltägliches Treiben im Hafen zu walten ſchien. Außer den Schiffen und Kähnen, die ihn durch Ankunft oder Abfahrt zu beleben pflegtenwehte innerhalb der gemauerten Bucht eine Anzahl hellfar⸗ biger Flaggen, mit dem Wahrzeichen eines der inne⸗ ren Cantone geſchmückt; die dreieckigen lateiniſchen