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dann ihren Arm, um ſie zur Abkühlung noch ein wenig durch den Saal zu führen.„Sie haben mit ihm getanzt, Töchterchen?“ —„Ja,“ antwortete ſie,„und wie der tanzt, können Sie ſich gar nicht denken; ſo angenehm, ſo leicht, ſo ſchwebend!“— „Idchen, Idchen!“ warnte der Hofrath lächelnd.„Was werden unſere jungen Herren dazu ſagen, wenn Sie ſte über einem Land⸗ fremden ſo ganz und gar vergeſſen?“—„Nun, die können ſich wenigſtens über das Vergeſſen nicht beklagen, denn ich habe nie an ſte gedacht! Aber ſagen Sie ſelbſt, Hofrath, iſt er nicht ganz, was man intereſſant nennt?“—„Ihnen wenigſtens ſcheint er es zu ſein,“ antwortete der neckiſche Alte.—„Nein, ſpaßen Sie jetzt nicht, iſt nicht etwas wunderbar Anziehendes an dem Menſchen? Etwas, das man nicht recht erklären kann?“ Der Hofrath ſchwieg nachdenklich.„Wahrhaftig, Sie können Recht haben, Mädchen,“ ſagte er,„habe ich doch den ganzen Abend darüber nachgeſonnen, warum ich dieſen Menſchen gar nicht aus dem Sinne bringen kann.“
„Aber noch Etwas,“ fiel Ida ein,„wiſſen Sie nicht, wo er ſo plöͤtzlich mit dem alten Diener hinging?“—„Das iſt es eben!“ ſagte jener.„Eine ganz eigene Geſchichte mit dem Grafen da; kommt auf den Ball, tanzt nicht, geht fort, bleibt über eine Stunde aus, kommt wieder; und wo blieb er? Wo meinen Sie wohl? Er war im Münſter!!“
„Jetzt eben, in dieſer Nacht?“ fragte Ida erſchrocken und an allen Gliedern zitternd.„Heute Nacht, auf Ehre! Ich weiß es gewiß; aber reinen Mund gehalten, Gold⸗Jdchen, morgen komme ich dem Ding auf die Spur.“
Der Wagen war vorgefahren; der Präſident kam in einer Weinlaune;„Hofraͤthchen,“ rief er,„wenn Du nicht anderthalb⸗ mal ihr Vater ſein könnteſt, wollte ich Dir Ida kuppeln!“
„Hätte ich das doch vor dem Ball gewußt,“ jammerte der Hofrath,„aber da gab es allerlei intereſſante Leute u. ſ. w.“ Erröthend ſprang Ida in den Wagen, auf den loſen Hofrath ſcheltend, und umſonſt gab ſich Papa auf dem Heimweg Muͤhe,


