Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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ſtürzte ein Fenſter des Chors auf die breiten Quader des Bodens, daß der Schall durch die Halle tönte und mit fürchterlichem Lachen des Wahnſinns fuhr der am Altar auf und ſprang die Stufen hinan. Gellend tönten dieſe hohlen Töne der Verzweiflung

durch die Gewölbe.Er kann nicht herein, er kann nicht herein

zu mir, ſchrie er,darum hat er die Wolken aufgezäumt, auf dem Sturmwind reitet er um die Kirche ça ça! Holla, Antonio wie ſchäumt das Purpurblut Deiner Wunde! Raſe, tobe durch die Lüfte, Du kannſt doch nicht herein zu meiner Freiſtatt! Der Sturm legte ſich, ferner und ferner rollte der Wind, und ſäuſelnd zog die Nachtluft durch die Kirche. Der Mond ſchien freundlich durch die hellen Scheiben, und mit des Sturmes Toben ſchien auch der Sturm in Emils Bruſt gewichen zu ſein.Seht Ihr, ſprach er wehmüthig und zeigte an die vom Mond be⸗ ſchienenen Fenſter hinauf,ſeht Ihr, wie er ſo ernſt und zürnend auf mich herabſieht! Kannſt Du denn nicht vergeben, Antonio? Immer leiſer wurde ſeine Klage, bis er weinend am Altare niederſank. Jetzt ſtand der alte Diener, dem während der ſchreck⸗ lichen Scene die Thränen in den grauen Wimpern gehangen, von ſeinem Sitze auf und unterſtützte ſeinen Herrn. Er wiſchte ihm

den kalten Schweiß von der Stirne und die Thränen aus dem

gebrochenen Auge und flößte ihm aus einer kryſtallenen Phiole mildernde Tropfen ein.

Der Ohnmächtige richtete ſich wieder auf, hullte ſich tiefer in ſeinen Mantel und ſchritt durch die Kirche.

Der alte Diener aber trat zu dem Küſter.Ich danke, Alterle, fagte er,Du haſt jetzt geſehen, daß wir nichts Un⸗ rechtes in Deinem Gotteshauſe gemacht haben; dafür halte aber reinen Mund. Und wenn Du Niemand ein Sterbenswörtchen horen läſſeſt von dem, was Du hier geſehen und gehört haſt,

ſo kommen wir vielleicht morgen und manche Nacht wieder, und Du ſollſt pflichtgemäß Deinen Harten haben.

Das kann ſich unſereiner ſchon gefallen laſſen, antwortete

der Küſter im Weitergehen;ſo viel merke ich, daß Euer Herr