Teil eines Werkes 
16. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Es iſt noch lange bis dahin, und jeden Augenblick muß ich an ihn denken; wenn Du mir es nicht ſagſt, ſo muß ich mich an den Hund wenden, vielleicht iſt er gütiger als Du. 1 Werſuche es immer, rief Marie lächelnd,wenn er ſprechen kann, ſo ſoll er es nur geſtehen.

Hör einmal, du ungeheurer Geſelle, wandte ſich Georg zu dem Hund, der ihn aufmerkſam anſah;ſage mir, wie heißt dein Herr?

Der Hund richtete ſich ſtolz auf, riß den weiten Rachen auf und brüllte in ſchrecklichen TönenU

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Marie erröthete.Laß doch die Poſſen, ſagte ſie und rief den Hund zu ſich;wer wird mit Hunden ſprechen, wenn man in menſchlicher Geſellſchaft iſt!

Georg ſchien nicht darauf zu hören.Ul hat er ge⸗ ſagt, der gute Hund? Der iſt darauf geſchult, ich wollte Alles wetten! es iſt nicht das erſtemal, daß man ihn fragt: wie heißt dein Herr?

Kaum hatte Georg die letzten Worte geſprochen, ſo fing der Hund mit noch gräulicheren Tönen als vor⸗ her ſein U u ul zu heulen an. Aufs Neue erröthete Marie, ſie hieß beinahe unwillig den Hund ſchweigen; er legte ſich ruhig zu ihren Füßen.

Da haben wir's, rief Georg lachend,der Herr heißt U! und fing das ſonderbare Wort auf dem Ringe, den mir der Ritter gab, nicht auch mit Uan? Unge⸗ heuer! heißt dein Herr vielleicht Uffenheim? oder Uxküll? oder Ulm? neer vielleicht gar

Unſinn! Der Hund hat gar keinen anderen Laut

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