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waldigen Höhen begrenzt, durchſtrömt von den grünen Wellen der Donau; zu ſeiner Rechten die Hügelkette der würtembergiſchen Alb, zu ſeiner Linken in weiter, weiter Ferne die Schneekuppe der Tiroler Alpen. In freundlichem Blau ſpannte der Himmel ſeinen Bogen über dieſe Scene, und ſeine ſanften lichten Farben contraſtirten ſonderbar mit den ſchwärzlichen Mauern ulms, das am Fuße des Berges lag, mit ſeinem dunkelgrauen, ungeheuren Münſterthurm. Die dum⸗ pfen Glocken dieſer alten Kirche begannen in dieſem Augenblick den Mittag einzuläuten; ihre Töne zogen in langen, beruhigenden Accorden über die Stadt, über die weite Ebene, bis ſie ſich an den fernen Bergen
brachen und zitternd in das Blau der Lüfte verſchweb⸗ ten, als wollten ſie auf ihrer melodiſchen Leiter die
Wünſche der Menſchen zum Himmel tragen.
„So begleitet ihr alſo den Scheidenden, wie ihr
ſeinen Eintritt begrüßt habt,“ rief der junge Reiter,
„mit denſelben Tönen, mit denſelben feierlichen Accor⸗
den ſprechet ihr zu ihm, wann er kommt und geht; wie anders, wie ſo ganz anders deutete ich eure ehernen
Stimmen, als mein Ohr euch zum erſtenmal lauſchte.
Da vernahm ich in euch verwandte Töne, es klang mir wie ein Ruf zur Geliebten! Und jetzt, da ich ſcheide, ohne Ausſicht, ohne Freude, jetzt ruft ihr mir dieſelben Töne entgegen? Die Geburt meiner ſeligen Hoffnung habt ihr eingeläutet, von euch tönt jetzt das Grab⸗
geläute meiner Hoffnung? Das Bild des Lebens!“
ſetzte er wehmüthig hinzu, indem er nach einem langen
Abſchiedsblick auf dieſes Thal, auf dieſe Mauern ſein
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