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„Wie? ſpricht man ſo von mir?“ unterbrach ihn Georg.„Wenn Ihr nur ein Fünkchen Liebe zu mir habt, ſo nennt mir den ſchlechten Kerl, der ſo von mir ſpricht!“
„Nur nicht gleich wieder ſo aufbrauſend!“ ent⸗ gegnete Frondsberg und drückte die Hand des jungen Mannes.„Du kannſt denken, daß, wenn ein ſolches Wort öffentlich geſprochen würde, oder ich an dieſe Einflüſterungen glaubte, Georg von Frondsberg nicht zu Dir käme. Aber etwas muß denn doch an der Sache ſein. Zu dem alten Lichtenſtein kam öfters ein ſchlichter Bauersmann in die Stadt; er fiel nicht auf zu einer Zeit, wo ſo vielerlei Menſchen hier ſind. Aber man gab uns geheime Winke, daß dieſer Bauer ein ver⸗ ſchlagener Mann und ein geheimer Botſchafter aus Würtemberg ſei. Der Lichtenſteiner zog ab, und der Bauer und ſein geheimnißvolles Treiben war vergeſſen. Dieſen Morgen hat er ſich wieder gezeigt. Er ſoll vor der Stadt lange Zeit mit Dir geſprochen haben, auch wurde er in Deinem Haus geſehen. Wie verhält ſich nun dieſe Sache?“
Georg hatte ihm mit wachſendem Staunen zuge⸗ hört.„So wahr ein Gott über mir iſt,“ ſagte er, als Frondsberg geendet hatte,„ich bin unſchuldig. Heute früh kam ein Bauer zu mir und—“
„Nun, warum verſtummſt Du auf einmal,“ fragte Frondsberg, Du glühſt ja über und über, was iſt es denn mit dieſem Boten?“ ſ.
„Ach! ich ſchäme mich, es auszuſprechen, und den⸗ noch habt Ihr ja ſchon Alles errathen; er brachte mir


