Teil eines Werkes 
15. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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als wir in unſerem Franken, das hätte Truchſes von Waldburg bedenken und einen Ulmer ſchicken ſollen.

Ihr bringt mich da eben recht noch auf etwas An⸗ deres. Der Oberfeldlieutenant! Wie habt Ihr ihn Euch ſo zum Feinde machen mögen, denn daß dieſer Euch das Geſchehene in ſeinem Leben nicht verzeiht, dürft Ihr gewiß ſein..

Das iſt mein geringſter Kummer, antwortete Georg, vaber eines thut mir weh, daß ich den Über⸗ müthigen, der ſchon meinem Vater Böſes gethan, wo er konnte, nicht vor meine Klinge ſtellen und ihm zeigen kann, daß der Arm nicht ſo ganz zu verachten iſt, den

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er heute von ſich geſtoßen hat. 3

Um Gottes Willen, fiel Kraft ein,ſprecht nicht a ſo laut, er könnte es hören. Überhaupt müßt Ihr Euch ſehr zuſammennehmen, wenn Ihr ferner im Heere un⸗ ter ihm dienen wollt.

Ich will den Herrn Truchſes von meinem verhaß⸗ ten Anblick bald befreien. So Gott will, habe ich die Sonne zum letztenmal in Ulm untergehen ſehen!

So wäre es wahr, fragte Herr von Kraft mitſ Staunen,was man noch dazu ſetzte und was ich nicht

glauben konnte: Georg von Sturmfeder will wegen dieſer Kleinigkeit unſere gute Sache verlaſſen? ¹ Verletzung der Ehre iſt nirgends eine Kleinigkeit, antwortete Georg ernſt,am wenigſten bei einem: Stand wie der unſrige. Was aber Eure gute Sacheſ

betriff o habe ich nachgerade eingeſehen, daß ich we⸗ der ne gute Sache, noch für eine gute Meinung