Teil eines Werkes 
10. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Sie redeten einander gegenſeitig noch lange zu,

endlich aber, als der Kalif ſah, daß ſein Vezier lieber Storch bleiben, als die Eule heirathen wollte, entſchloß er ſich, die Bedingung lieber ſelbſt zu erfüllen. Die Eule war hocherfreut. Sie geſtand ihnen, daß ſie zu keiner beſſern Zeit hätten kommen können, weil wahr⸗ ſcheinlich in dieſer Nacht die Zauberer ſich verſammeln werden.

Sie verließ mit den Störchen das Gemach, um ſie in jenen Saal zu führen; ſie gingen lange in einem finſtern Gang hin; endlich ſtrahlte ihnen aus einer halbverfallenen Mauer ein heller Schein entgegen. Als ſie dort angelangt waren, rieth ihnen die Eule, ſich ganz ruhig zu verhalten, ſie konnten von der Lücke, an welcher ſie ſtanden, einen großen Saal überſehen. Er war ringsum mit Säulen geſchmückt und prachtvoll verziert. Viele farbige Lampen erſetzten das Licht des Tages. In der Mitte des Saales ſtand ein runder Tiſch, mit vielen und ausgeſuchten Speiſen beſetzt. Rings um den Tiſch zog ſich ein Sopha, auf welchem acht Männer ſaßen. In einem dieſer Männer erkann⸗ ten die Störche jenen Krämer wieder, der ihnen das Zauberpulver verkauft hatte. Sein Nebenſitzer for⸗ derte ihn auf, ihnen ſeine neueſten Thaten zu erzählen. Er erzählte unter andern auch die Geſchichte des Ka⸗ lifen und ſeines Veziers.

Was für ein Wort haſt Du ihnen denn aufgege⸗ ben? fragte ihn ein anderer Zauberer.Ein recht

ſchweres lateiniſches, es heißt Mutabor.