Teil eines Werkes 
7. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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ſondern führte ihn unter dem Arm, und dennoch wankte Rocco zuweilen hin und her. Sein Geſicht war roth und glühend, ſeine Augen halb geſchloſſen, und der rothe Hut ſaß ihm etwas ſchief auf dem Ohr.

Siehe da, ein bekanntes Geſicht! rief er, als er mich ſah, und blieb ſtehen.Komm hieher, mein Sohn, und empfange den Segen. Haben wir uns nicht ſchon irgendwo geſehen?

O ja, und ich hoffe noch öfters das Vergnügen zu haben; ich hatte die Ehre, Ew. Eminenz im Garten der Frau Campoco zu ſehen.

Ja, jal ich erinnere mich, Ihr ſeid ein junger Ketzer; wiſſet Ihr, woher ich komme? Geraden Wegs von dem Hochzeitſchmauſe des lieben Paares!

Jetzt konnte ich mir die Krankheit des alten Herrn erklären; die ſpaniſchen Weine der Donna Ines waren ihm wohl zu ſtark geweſen, und Piecolo mußte ihn jetzt führen.Ihr waret wohl recht vergnügt? fragte ich ihn;es iſt doch Euer Werk, daß die Donna den Ka⸗ pitän endlich doch noch überwunden hat?

Das iſt es, lieber Ketzer, ſagte er, ſtolz lächelnd. Mein Werk iſt es, kommet, gehen wir noch ein paar hundert Schritte zuſammen! was wollte ich ſagen? Ja mein Werk iſt es, denn ohne mich hätte die Donna gar keine Kunde von ihm bekommen. Ich ſchrieb ihr, daß er ſich in Rom befinde. Ohne mich wäre ihre

frühere Ehe nicht für ungültig erklärt worden; ohne

mich wäre der Kapitän nicht rechtgläubig geworden, was zur Glorie unſerer Kirche nicht nothwendig war; ohne mich wäre er nicht von ſeiner Ketzerin losgekom⸗