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Pfaffen und Ehebrechern, zu Schurken Deines Gelich⸗ ters. Du haſt Deine Rolle künſtlich geſpielt; um dieſe Blume zu pflücken, mußteſt Du Dich den Armen jenes hergelaufenen Weibes noch einmal entreißen. Hinweg mit Dir, Du Ehrloſer!“
„Was ſprechen Sie da?“ ſchrie der Kapitän ſchäu⸗ mend, es mochte in der Rede des jungen Mannes etwas liegen, was als Wahrheit um ſo beißender war. „Welche Abſichten legen Sie mir unter? Was hätte ich gethan? Erklären Sie ſich deutlich!“
„Jetzt haſt Du Worte, Schurke, aber als dieſer Engel zu Dir flehte, da hatte Deinen Mund die Schande verſchloſſen. Rühre ſie nicht an, oder ich ſchlage Dich nieder.“
„Das kann Dir geſchehen,“ entgegnete Jener, und einem Blitze gleich fuhr er mit etwas Glänzendem aus der Taſche nach der Bruſt des jungen Mannes.— In Spanien lernt man gut ſtoßen. Der Berliner hatte einen Meſſerſtich in der Bruſt und ſank, ohne das Haupt der Geliebten zu laſſen, in die Knie.
„Jetzt wird der tapfere Hauptmann gewiß katho⸗ liſch!“ war mein Gedanke, als das Herzblut des jun⸗ gen Mannes hervorſtrömte;„jetzt wird er ſich bergen im Schooße der Kirche!“ Und es ſchien ſo zu kom⸗ men. Denn willenlos ließ ſich der Kapitän von Ines und dem Cardinal wegführen, und die Barke ſtieß vom Lande.


