Teil eines Werkes 
7. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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in den verſchiedenen Zeitungen begleitet worden, als ploͤtzlich in allen dieſen Blättern zu leſen war eine Warnung vor Betrug.

Die bei Gebr. Franckh* in Stuttgart herausge⸗ kommenen Memoiren des Satan ſind nicht von dem im alten und neuen Teſtament bekannten und durch ſeine Schriften: Elixiere des Teufels, Bekenntniſſe des Teufels, als Schriftſteller berühmten Teufel, ſondern gänzlich falſch und unecht; was hiermit dem Publikum zur Kenntniß gebracht wird.

Ich geſtehe, ich ärgerte mich nicht wenig über dieſe

Zeilen, die von Niemand unterſchrieben waren. Ich

war meiner Sache ſo gewiß, hatte das Manuſcript von

niemand anders als dem Satan ſelbſt erhalten, und nun, nach vielen Mühen und Sorgen, nachdem ich mich an den infernaliſchen Chiffern beinahe blind ge⸗ leſen, ſoll ein ſolcher anonymer Todtſchläger über mich herfallen, meine literariſche Ehre aus der Ferne todt⸗ ſchlagen und beſagte Memoiren für unecht erklären?

Während ich noch mit mir zu Rathe ging, was wohl auf eine ſolche Beſchuldigung des Betruges zu antworten ſei, werde ich vor die Gerichte citirt und in Kenntniß geſetzt, daß ich einer Namensfälſchung, eines literariſchen Diebſtahls angeklagt ſei, und zwar vom

Teufel ſelbſt, der gegenwärtig als geheimer Hofrath in perſiſchen Dienſten lebe. Er behaupte nämlich, ich habe

ſeinen Namen Satan mißbraucht, um ihm eine miſe⸗

rable Scharteke, die er nie geſchrieben, unterzuſchieben;

ich habe ſeinen literariſchen Ruhm benützt, um dieſem * Damalige Firma des jetzigen Verlegers.