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Siebentes Kapitel. Satan beſucht die Collegien; was er darin lernte..
Indeſſen ich auf die beſchriebene Weiſe praktiſch lebte und leben machte, vergaß ich auch das Die cur hic nicht und legte mich mit Ernſt aufs Theoretiſche. Ich hörte die Philoſophen und Theologen, und hoſpi⸗ tirte nicht unfleißig bei den Juriſten und Medieinern. Ich hatte, um zuerſt über die Philoſophen zu reden, von einem der hellſten Lichter jener Univerſität, wenn in der Ferne von ihm die Rede war, oft ſagen hören, der Kerl hat den Teufel im Leib. Eine ſolche geheimnißvolle Tiefe, wollte man behaupten, ſolche überſchwängliche Gedanken, ſolche Gedrungenheit des Styls, eine ſo hinreißende Beredſamkeit ſei noch nicht gefunden worden in Iſrael. Ich habe ihn gehört und verwahre mich feierlich vor jenem Urtheil, als ob ich in ihm geſeſſen wäre. Ich habe ſchon viel ausgeſtanden in der Welt, ich bin ſogar Ev. Matth. 8, 31 und 32 in die Säue gefahren, aber in einen ſolchen Philoſo⸗ phen?— Nein, da wollte ich mich doch bedankt haben!
Was der gute Mann in ſeinem ſchläfrigen, unan⸗ genehmen Ton vorbrachte, war für ſeine Zuhörer ſo gut als Franzöſich für einen Eskimo. Man mußte alles gehörig ins Deutſche überſetzen ehe man darüber ins Klare kam, daß er ebenſowenig fliegen könne, wie ein anderer Menſch auch. Er aber machte ſich groß, weil


