Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Sechstes Kapitel.

Wie der Satan die Univerſität bezieht und welche Bekannt⸗ ſchaften er dort macht.

Deutſchland hat mir von jeher beſonders wohl ge⸗ fallen, und ich geſtehe es, es liegt dieſem Geſtändniß ein kleiner Egoismus zu Grunde; man glaubt näm⸗ lich dort an mich wie an das Evangelium; jenen küh⸗ nen philoſophiſchen Wagehälſen, die auf die Gefahr hin, daß ich ſie zu mir nehme, meine Eriſtenz geläug⸗ net und mich zu einem lächerlichen Phantom gemacht haben, iſt es noch nicht gelungen, den glücklichen Kin⸗ derſinn dieſes Volkes zu zerſtören, in deſſen ungetrüb⸗ ter Phantaſie ich noch immer ſchwarz wie ein Mohr, mit Hörnern und Klauen, mit Bocksfüßen und Schweif fortlebe, wie ihre Ahnen mich gekannt haben.

Wenn andere Nationen durch die ſogenannte Auf⸗ klärung ſo weit hinaufgeſchraubt ſind, daß ſie, ich ſchweige von einem Gott, ſogar an keinen Teufel mehr glauben, ſo ſorgen hier unter dieſem Volke ſo⸗ gar meine Erbfeinde, die Theologen, dafür, daß ich im Anſehen bleibe. Hand in Hand mit dem Glauben an die Gottheit ſchreitet bei ihnen der Glaube an mich, und wie oft habe ich das mir ſo ſüße Wort aus ihrem Munde gehört.„Anathema sit, er glaubt ankei⸗ nen Teufel.“

Ich kann mich daher recht ärgern, daß ich nicht ſchon früher auf den vernünftigen Gedanken gekommen bin, meine freie Zeit auf einer Univerſität zu verleben,

d.