Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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frühern Grandezza, wo ſie, wie in der Bilderbibel, mit der Krone auf dem Haupt zu Bette gingen, erho⸗ ben zu haben, nicht zufrieden damit, daß ſie auf Ku⸗ rierreiſen Europa von einem Ende bis zum andern durchfliegen, um ſich gegenſeitig ihrer Freundſchaft zu verſichern, ſchreiben Memoiren für ihre Völker, erzäh⸗ len ihnen ihre Schickſale, ihre Reiſen. Die Mitwelt iſt zur Nachwelt gemacht worden, man hat ihr einen neuen Maßſtab, wornach ſie die Handlungen richte, in die Hände gegeben; es ſind die Mewoiren.

Große Generale, berühmte Marſchälle, weit ent⸗ fernt, das Beiſpiel jenes Römers nachzuahmen, der in der Muße des Friedens die Thaten der Legionen unter ſeiner Führung der Nachwelt würdig zu überliefern glaubte, wenn er von ſich nur immer in der dritten Perſon ſpräche, haben den beſcheideneren Weg einge⸗ ſchlagen, ſprechen von ſich, wie es Männern von ſol⸗

chem Gewichte ziemt, als Ich, bauen aus ihren Memoi⸗

ren ein Odeon in verjüngtem Maßſtabe und treten herzhaft vorne auf der Bühne auf. Mit Schlachtſtü⸗ cken im großen Styl dekoriren ſie die Couliſſen, Staatsmänner und berühmte Damen, die große Armee und ihre lorbeerbekränzten Adler, die ganze Mitwelt ſtellen ſie im Hintergrund als Figuranten auf, ſie ſelbſt aber ſpielen ihre Sulla oder Brutus, würdig des un⸗ ſterblichen Talma.

Mundus vult decipi, d. i. die Leute leſen Me⸗ moiren; was hält mich ab, denſelben auch ein ſolches Gericht Gerngeſehen vorzuſetzen?

Man wendet vielleicht ein:„Der Schuſter bleibe

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