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daß keiner der Anweſenden ſeinen forſchenden Blick aus⸗ zuhalten vermochte.
Mit der ihm ſo eigenen Leichtigkeit hatte er der Trübenau gegenüber, neben der Frau von Thingen Platz genommen und die Leitung der Converſation an ſich geriſſen. Das böſe Gewiſſen ließ den Profeſſor nicht an den Tiſch ſitzen, mich ſelbſt feſſelte das Verlangen, dieſen Menſchen einmal aus der Ferne zu beobachten, an meinen Platz im Fenſter. Da bemerkten wir denn das Augenſpiel zwiſchen Frau von Trübenau und dem gewandteſten der Liebhaber, der, indem er der Tochter des Okonomieraths ſo viel Verbindlichkeiten zu ſagen wußte, daß ſie einmal über das andere bis unter die breiten Brüſſeler Spitzen ihrer Buſenkrauſe erröthete, das feingeformte Füßchen der Frau von Thingen auf ſeinem blankgewichsten Stiefel tanzen ließ.
„Drei Mücken auf einen Schlag, das heiße ich doch — meiner Seel aller Ehre werth,“ brummte der zorn⸗ glühende Profeſſor, dem jetzt auch ſeine letzte Reſſource, die ökonomiſche Schöne, ſo was man ſagt, vor dem Mund weggeſchnappt werden ſollte. Mit tönenden Schritten ging er an den Tiſch, nahm ſich einen Stuhl und ſetzte ſich, breit wie eine Mauer, neben ſeine Schöne. Doch dieſe ſchien nur Ohren für Natas zu haben, denn ſie antwortete auf ſeine Frage, ob ſie ſich wohl befinde, „übermorgen,“ und als er voll Gram die Anmerkung hinwarf, ſie ſcheine ſehr zerſtreut, meinte ſie:„ fl. 30 kr. die Elle.“
Ich ſah jetzt einem unangenehmen Auftritt entgegen. Der Profeſſor, der nicht daran dachte, daß er durch ein


