Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Herr Agata, war ſein Gruß, indem er vorüberging. Ich glaubte am Ende beinahe ſelbſt, ich ſei der Michele d'Agata..

Ich wußte dem guten Hauptmann Dank, daß er uns aus den ängſtigenden Phantaſieen, welche die Er⸗ zählung des Profeſſors in uns aufgeregt hatte, erloͤste. Das Geſpräch floß ruhiger fort, man ſtritt ſich um das Vorrecht ganzer Nationen, einen intereſſanten Geſichterſchnitt zu haben, über den Einfluß des Geiſtes auf die Geſichtszüge überhaupt und auf das Auge ins⸗ beſondere, man kam endlich auf Lavater und Conſor⸗ ten; Materien, die ich hundertmal beſprochen, mochte ich nicht mehr wiederkäuen, ich zog mich in ein Fenſter zurück. Bald folgte mir der Profeſſor dahin nach, um gleich mir die Geſichter der Streitenden zu betrachten.

Welch ein leichtſinniges Volk, ſeufzte er,ich habe ſie jetzt ſo eben gewarnt und die Hölle ihnen recht heiß gemacht, ja ſie wagten in keine Ecke mehr zu ſehen, aus Furcht, der Leibhaftige möchte daraus her⸗ vorgucken, und jetzt lachen ſie wieder und machen tolle Streiche, als ob der Verſucher nicht immer umher⸗ ſchliche.

Ich mußte lachen über die Amtsmiene, die ſich der Profeſſor gab.Noch nie habe ich das ſchöne Talent eines Veſperpredigers an Ihnen bemerkt, ſagte ich; aber Sie ſetzen mich in Erſtaunen durch Ihre küh⸗ nen Angriffe auf die böſe Welt und auf den Argen ſelbſt. Bilden Sie ſich denn wirklich ein, dieſer harm⸗ loſe Natas...

Harmlos nennen Sie ihn? unterbrach mich der