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Der geſchmackvolle Bau des Wagens ließ auf eine elegante Herſchaft ſchließen. Sonderbar war es übri⸗ gens, daß weder auf dem Bock noch hinten im Capriolet ein Diener ſaß, was doch eigentlich zu den vier Poſt⸗ pferden, mit welchen der Wagen beſpannt war, noth⸗ wendig gepaßt hätte. 3
„Vielleicht ein kranker Herr, den ſie aus dem Wagen tragen müſſen,“ dachte ich und richtete die Lorgnette genau auf die Hand des großen ſtattlichen Oberkellners, der den Schlag öffnete.
„Zimmer vakant?“ rief eine tiefe, wohltoͤnende Männerſtimme.
„So viele Euer Gnaden befehlen,“ war die Antwort des Giganten.
Eine große, ſchlanke Geſtalt ſchlüpfte ſchnell aus dem Wagen und trat in die Halle.
„Nr. 12 und 13,“ rief die gebietende Stimme des Oberkellners, und Jean und George flogen im Wett⸗ lauf die Treppe hinan.
Die Wagenthüre war offen geblieben immer wollte kein Zweiter herausſteigen.
Der Oberkellner ſtand verwundert am Wagen, zwei⸗ mal hatte er hineingeſehen und immer dabei mit dem Kopf geſchüttelt.
„Bſt, Herr Oberkellner, auf ein Wort,“ rief ich hinab,„wer war denn—“
„Werde gleich die Ehre haben,“ antwortete der Gefällige und trat bald darauf in mein Zimmer.
„Eine ſonderbare Erſcheinung,“ ſagte ich zu ihm; „ein ſchwerer Wagen mit vier Pferden und nur ein ein⸗ zelner Herr ohne alle Bedienung.“
,aber noch


