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Der Brand-Müller : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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bedeckt; dort ein ſchmaler Paß, durch welchen der Weg ſich mühſam hindurch windet.

So geht es in reicher Abwechslung eine Stunde lang fort, bis die Berge plötzlich auf allen Seiten zu⸗ rücktreten und einen weiten Keſſel bilden, in deſſen Mitte eine ſtattliche Mühle ſich erhebt. Das Auge ruht mit Wohlgefallen auf den reinlichen Gebäuden. An die Mühle ſtoͤßt das Wohnhaus, zweiſtöckig, ſauber geweißt, mit blanken, blitzenden Fenſtern und rothem Ziegeldach. Dem Wohnhauſe gegenüber liegen die Ställe mit wohlgenährten, glatten Rindern und muthig wiehernden Pferden. Scheunen und Kornböden ſtoßen daran; auf dem Hofe kräht luſtig der Hahn und Hüh⸗ ner ſcharren die Erde; Gänſe ſchnattern und Enten watſcheln umher; ein großer, ſchöner Hund liegt vor dem Eingange zum Wohnhauſe, und freut ſich des lieben Sonnenſcheins, der ihm behaglich das langzottige Fell wärmt; die Mühle klappert in friſchem Takte, das Waſſer ſchießt rauſchend über die großen Räder und wird in Millionen Diamanten von ihnen zerſtäubt; auf dem Dache ſitzen eine Menge Tauben und girren oder putzen das zarte Gefieder mit den rothen Schnä⸗ beln. Weiterhin liegt der Garten, an welchem das Wehr ſich erſtreckt mit ſeinem Waſſerſturze von ſchäu⸗ mendem Giſcht. Rings umher ſaftgrüne Wieſen mit einzelnen ſchönen Baumgruppen, große Felder mit Klee und anderen Futterkräutern, und bis an die Berge und den Waldſaum hinüͤber herrliche Breiten mit Roggen, Waizen, Kartoffeln und ſonſtigen Feldfrüchten manch⸗ facher Art.

Was das Auge il dem weiten Thalkeſſel überſchaut, gehört Alles zur Mühle. Sie heißt die Wildbach⸗