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ſichern, der Euch mit den nöthigen Hülfsmitteln verſehen will, um ſeinem erhabenen Beiſpiele zu folgen.
Mit dieſen Worten zog die ſchöne Franzöſin aus ihrem verlocken⸗ den Buſen einen bereits ausgefertigten Vertrag hervor, der alle die von ihr erwähnten Punkte enthielt. Mit verführeriſchem Lächeln reichte der weibliche Botſchafter dem lüſternen König das Papier zur Unter⸗
zeichnung hin. Karl durchlas es und ſchien zu ſchwanken. Trotz ſeines
Leichtſinns ſchreckte er vor einem Plane zurück, der nichts Geringeres bezweckte, als die Zurückführung Englands in den Schoos der katholi⸗ ſchen Kirche und die Abſchaffung des Parlaments. Er war zwar in religiöſen Dingen vollkommen indifferent und ſah in der Vernichtung der Verfaſſung nur die Beſeitigung eines ihm läſtigen Zwanges, aber er erkannte auch die ihm daraus erwachſenden Gefahren mit richtigem
Blicke. Zu träge, um einen ſo gewichtigen Entſchluß zu faſſen, beſaß er eben ſo wenig den Muth und den Willen den Vorſchlag anzunehmen, oder abzulehnen. Voll Erwartung beobachtete Fräulein von Querouaille die Züge ihres Geliebten. Als ſie ihn zögern ſah, ergriff ſie ſeine Hand und drückte mit ſchmeichleriſchen Liebkoſungen die Feder zur Unterſchrift in dieſelbe.
— Ihr wißt nicht, was Ihr von mir verlangt.
— Einen Beweis Eurer Liebe für mich. Nur unter dieſer Be⸗ dingung kann ich Euch angehören.
Das reizende Weib lehnte ſich über ſeine Schultern, als wollte ſie den Inhalt des verhängnißvollen Papiere's kennen lernen. Ihr duf⸗ tiger Athem berauſchte ihn, ihre ſeidenweichen Locken ſtreiften ſeine Wangen und ihre elektriſche Berührung fachte die lodernde Glut in
ſeinem Herzen zu verzehrenden Flammen an. Ihr Auge ſchaute ſo
ſehnſuchtsvoll verlangend, ſo flehend in das Seinige, daß er kaum zu widerſtehen vermochte. Er wußte ſelbſt nicht, wie es kam, aber ihre Hand führte die Feder, die er noch immer in ſeiner Hand hielt, und mechaniſch ſchrieb er mit ihrer Hülfe ſeinen königlichen Namen unter den Vertrag. Mit einem Federzug war das Schickſal Englands ent⸗ ſchieden, er ſelbſt zu einem Vaſallen Ludwigs des Vierzehnten herab⸗ geſunken, von dem er von nun an einen förmlichen Jahrgehalt bezog, den er zur Befriedigung ſeiner verſchwenderiſchen Leidenſchaften ver⸗ wendete.— Die zärtlichſte Umarmung und die heißen Küſſe des
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