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er kannte die Stollen und Schachte der verlaſſenen
Grube, in der er früher ſelber einmal gearbeitet hatte, und vermuthete ſogleich, daß man mich in irgend einen von jenen Schachten geworfen haben möge.
„So blieb er alſo auf der Lauer liegen und war⸗ tete, bis die Nacht erſt noch weiter vorgerückt wäre, um gegen jede etwaige Störung geſichert zu ſein, als er plötzlich Hualpa bemerkte, der, wie ich kurz vorher, aus der Grube Dolores kam. Hualpa war ſein Freund. Er rief ihn, entdeckte ihm, was er beabſichtigte, und nun ſtellte ſich ſofort heraus, daß Beide die Fährte deſ⸗ ſelben Wildes verfolgten. Hualpa wollte ohne Verzug in meinen Kerker eindringen, und Huari gab ſchon ſei⸗ nem Drängen nach, als ſie eine dunkle Geſtalt bemerk⸗
ten, die raſch der Hütte näher ſchlich und in derſelben
verſchwand.
»Rivero!“« ſagte Hualpa.„Er liefert ſich ſelbſt in unſere Hände, folgen wir ihm!«
„»Unhörbar wie Schatten ſchlichen ſie hinter ihm drein, hörten alle die bitteren Hohnworte, die er gegen mich ausſtieß, und bemächtigten ſich dann plötzlich ſei⸗ ner, als er mich, verzweiflungsvoller Hoffnungsloſigkeit anheim gegeben, ohne Erbarmen zu verlaſſen im Be⸗
griff war. Zur Strafe für ſeine ſchändliche Grauſam⸗
keit wurde er von Hualpa in den Schacht geworfen, der mein Grab hätte werden ſollen, und hier verbrachte er eine furchtbare Nacht, da er nicht anders glauben konnte, als daß man ihn denſelben ſchrecklichen Tod wolle ſterben laſſen, den er mir zugedacht hatte. Die Strafe war hart, aber gerecht. Am anderen Morgen aber zog man ihn wieder an's Tageslicht, und da mitt⸗ lerweile Don Ugarto, durch mein unerwartetes Erſcheinen


