Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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ſchein darüber aus, und Egon, ſeines Vaters Ab⸗ geſandter, trat ſehr erleichtert in ſeinem Reiſegepäck und in ſeinem Herzen, denn die Schilling ſche An⸗ gelegenheit hatte oft ſchwer darauf gelaſtet, den Rückweg in die Heimath an; aber erſt. eine kurze Strecke hatte er Rottweil im Rücken er konnte die Thürme des Städtleins noch ſehen, als er in einem Hohlwege überfallen und trotz rüſtiger Ge⸗ genwehr von der Ueberzahl ſeiner Angreifer über⸗ wältigt ward. Man ſchleppte ihn und ſeine Knechte als Gefangene nach Rottweil zurück und ſchloß ihn, da Schilling mit der Stadtobrigkeit bereits über die nöthigen Maßregeln zur Gefangenhaltung der Schweizer übereingekommen war, in einen feſten Thurm. Die Knechte aber entließ man nach kurzer Haft mit dem Beſcheid an den hohen Rath zu Bern, daß, wenn er ſeinen Knappen wiederſehen wolle, er den Betrag der Stein'ſchen Schuld und noch tauſend Gulden dazu oder mehr entrichten müſſe; nur auf dieſe Weiſe könne er ihn einlöſen und die Pforte ſeines Kerkers öffnen.