Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

435

Nun denn, rief Furter mit einem Triumph, der ſeine kleine Geſtalt erhob und größer machte, ſo jubele, Bern, Dein iſt der Sieg und unermeßlich der Vortheil. Gruyeères iſt in Deiner Hand.

Der alte Herr, ein feuriger Vaterlandsfreund, konnte ſich kaum faſſen, er beſchenkte die Gefangenen aus eigenem Säckel, er umarmte den hohen Knaben, ſeinen Günſtling Egon, deſſen Vater und Mutter und ſah ſich in eine äußerſt heitere, ja mehr noch glorioſe Stimmung verſetzt. Der arme Thibaut, der nach den Erziehungsgrundſätzen ſeines Vor⸗ mundes über die Vorgänge und Verhältniſſe ſeines Vaterlandes in gänzlicher Unkenntniß gelaſſen wor⸗ den war und nur ſo viel davon wußte, als ſein heller Sinn ſich aus den Erſcheinungen, die er wahrnahm, zuſammenreimte, ſtaunte im Anfang über Alles, was er ſah und hörte, und zeigte Betroffen⸗ heit; bald jedoch gewann er eine ziemlich klare Umſicht der Dinge, und da er ſeinen Vormund immer gefürchtet, ſeit Kurzem aber mit vollem Be⸗ wußtſein angefangen hatte, ihn auch zu haſſen, hier aber nur Liebe und Freundlichkeit ihm entgegen⸗ trat, ſo gehörte er von nun an auch zu Joinville's Feinden, ſo gut als der Rath zu Bern und die Zuzugvölker aus dem Simmenthal und dem Fru⸗