Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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werden und was die Chefrau des Vogts und Amtmanns dort über Nacht mit ihnen thut.

Nicht ganz ſo friedlich verlief der Gewitteraus⸗ bruch, den Marie bei ihrem Gatten, dem Rüſtmei⸗ ſter, zu beſtehen hatte; Kunibert war heftig und leidenſchaftlich in allen ſeinen Gemüthsbewegungen, und hätte die ſchuldige Gemahlin nicht der hoff⸗ nungsvolle Zuſtand geſchützt, in welchem ſie ſich freilich einige Monate zu früh befand, ſie hätte leicht in der erſten Hitze, die ihr Geſtändniß erregte, trotz der Liebe, die er für ſie wirklich hegte, des Rüſtmeiſters ſchwere Hand fühlen können.

Mit Zittern und Zagen verfügten ſich dann die beiden erſten Beamten der Burg hinauf in die Staatsgemächer, um den hohen Rathsherren die Eröffnung oder das Geſtändniß von dem zu machen, was während der Nacht ſich ereignet hatte, ein Bekenntniß, das unterm Schutz und Einfluß des Rathsſchreibers weniger ſchlimm aufgenommen ward, als die Männer erwartet hatten. Die beiden ſchuldigen Frauen mußten ſelbſt erſcheinen nd aus⸗ führlich berichten, wie ſich Alles begeben und wie Kapleſer bei ſeiner unverhofften Befreiung ſich ge⸗ berdet hatte. Furter konnte ein Lachen dabei nicht ganz unterdrücken und erwiderte dann: Sorgt, daß