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Der Amtmann ſchüttelte das Haupt und ſchmälte, ja ſein Unmuth und ſeine Verlegenheit wurden groß, als Frau Hedwig mit dem Geſtändniß nicht mehr zurückhielt, daß ſie zum Theil die Urheberin und Mitwiſſerin der ſtattgehabten Flucht geweſen ſei. Was ſollte der ſtets in ſeinem Dienſt tadelfreie Vogt und Amtmann nun ſeiner hohen, im Schloſſe anweſenden Obrigkeit gegenüber ſagen und be⸗ ginnen? Es konnte nicht fehlen, daß die gute Frau Hedwig eine ernſte Mahnung erhielt und keiner der Gründe, die ſte zur Entſchuldigung ihrer Handlungsweiſe anführte, ſtichhaltig befunden wurde; namentlich kam ſie damit in das Gedränge, daß ſie Egons vermeintlichen Wunſch, Kapleſer möchte mit dem Leben aus Oltingen davon kom⸗ men, einen Wunſch, den er geſprächsweiſe geäußert und dem ſie habe nachkommen wollen, in Erwähn⸗ ung und Erwägung brachte. Hier ſchalt Herr Wilibald ernſtlich; ſchwache Mutter, ſprach er, zeigt ſich nicht wieder von Neuem, was ich Dir oft vorwarf, daß Du unſerem Aelteſten mit einer Art von Affenliebe zugethan biſt, daß Du ihn verziehſt und daß Gott weiß was aus dem Buben gewor⸗ den wäre, hätte ich nicht ſtets eine heilſame Strenge rückſichtlich ſeiner walten laſſen. Der


