Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Unglück gekommen und ſuchte Hülfe bei einem Lombarden, die er auch fand.

Großer Gott, und dieſer Lombarde?

War der Vater Herrn Werner Schillings in Luzern.

Ach mein Himmel! Dem ich in Genf und ganz vor Kurzem in der Grafſchaft Greyerz begegnete.

Deſſelben. Kurz, Egon, dieß Pergament, wie Du es hier ſiehſt, iſt äußerſt verhängnißvoll für uns und hat Deinen Großvater und mir, auch Deiner Mutter ſchon viele Sorgen gemacht, mittel⸗

³ bar ſelbſt auf Dich und Deine Geſchwiſter einge⸗

wirkt. Es iſt die Urſache, daß ich Dir von jeher manchen Wunſch verſagen mußte, manche Zier und Luſt in Kleid, Waffen oder Roß, wie ſie die reichen Junker in Bern haben, die Patricierſöhne. Dein Schmuck, mein Junge, war Einfachheit in Sitte und Thun, gerechter Wandel vor Gott und Men⸗ ſchen, Geſundheit, Kraft und Blüthe Deines Leibes. Ich denke, das Alles iſt auch nicht übel und wiegt wohl manchen koſtbaren Firlevanz auf; denkſt Du nicht auch?

Ihr habt immer Recht, Vater.

Nun ſtelle Dir vor, Egon, Schilling's Pfand⸗ brief, der von meinem Vater ihm ausgeſtellte