Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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vernommen, ſeien in gewiſſen Umſtaͤnden der An⸗ wandlung von Ohnmachten ausgeſetzt. Er wagte dieß nicht zu ſagen, aber er dachte es und war dann nicht mit Worten, aber in der That recht beſorgt und geſchäftig um ſein erkranktes Weib. Die Amtmännin holte ihr Riechfläſchchen mit ſtärkender Eſſenz herbei, die Schläfe der Ohn⸗ mächtigen wurden damit gerieben, und ſie erholte ſich allmälig.

Während der Zeit war der Amtmann nicht im Zimmer geweſen, er ließ gern die Frauen für ſich walten und ging ſtill ſeinen Geſchäften nach; jetzt trat er wieder ein, und nachdem er ſich nach Ma⸗ riens Befinden erkundigt und daruͤber Beruhigendes vernommen hatte, winkte er Egon zu ſich und ging mit ihm in das Gaden, das kleine Sprechſtübchen, das gewöhnliche Anhängſel aller helvetiſchen Wohn⸗ gemächer. Sohn, ſagte er dort, was mich betrifft, ſo muß ich bekennen, daß ich früher Marien, unſer Pflegekind, liebenswürdiger gefunden habe als in neuerer Zeit; ihre Gereiztheit, ihr ungleiches Weſen, ja ihre Hinfälligkeit, die früher dem ſtarken, friſchen Landmädchen ſo fremd war, wollen mir nicht recht gefallen. Doch laß das, ich ſehe ſchon, Du willſt