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dieſer, ich kenne den Burſchen, es iſt ein Reiſiger des Aarburgers, aus dem nahen Binsgau gebürtig, ein rechtes Galgengeſicht, wie denn Herr Donat meiſt Geſindel und loſes Volk in ſeinen Dienſten hat. Selten iſt ein rechtlicher Mann dabei.
Nein, nein, Kunibert, fiel ihm der Amtmann ins Wort, man muß nicht das Aergſte ſagen und ſich in Acht nehmen mit ſchlimmen Urtheilen über den Nächſten. Wir können nicht Alle ein gleiches Leben führen und die nämlichen Grundſätze haben. Vetter Donat iſt, ſoweit ich ihn kenne, ein wackerer De⸗ gen, wenn auch ein wenig wüſt. Du haſt doch dem Knecht einen Trunk einſchenken laſſen?
Das habe ich, obgleich ich gewiß bin, daß ein Schelm Eueren Wein trinkt.
Laßt das.
Er will Euch allein ſprechen, der Strolch, flü⸗ ſterte Kunibert, zum Ohre des Amtmanns geneigt.
Gut, gut.
Beide Männer ſprachen noch leiſer, und Frau Hed⸗ wig, welche ihr Wort dazu geben wollte, vielleicht auch ihren kleinen Unmuth gegen Marien noch nicht ganz unterdrücken konnte, erhob ihre Stimme zu einem Geſpräch mit dieſer. Nun, Marie, ſagte ſie, nun, werthe Frau Baſe, wie iſt's? Noch immer ſo ſtill
v. Heeringen, der Kaufmann von Luzern. II.


