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heit aus, eine Geſundheit, welcher Jeder nach Kräften Beſcheid that. Kunibert ſtürzte den Inhalt ſeines Bechers mit einem Zuge hinunter, faſt alle
Tiſchgenoſſen leerten den ihrigen. Marie allein
netzte kaum die Lippen mit Wein und entſchuldigte ſich damit, daß ſie nie welchen tränke. Die Amt⸗ männin fand, daß heute wohl eine Ausnahme von der Regel gemacht werden dürfe, und ſchrieb im Stillen dieſes Ablehnen der ehemaligen Pflegetochter mit in deren Sündenregiſter in Betreff ihres Be⸗ nehmens gegen Egon, das nach ihrer Meinung jeden Augenblick wuchs. Egon dagegen übertraf ſich ſelbſt an Liebenswürdigkeit, feinem ritterlichen Weſen und frohem Jugendſinn; daß er fröhlich, glücklich und heiter war, wer mochte es ihm ver⸗ denken? Es war ſo natürlich, ſo lange hatte er nicht im Vaterhauſe am Tiſche der lieben Aeltern, umringt von Allem, was ihm theuer war, gegeſſen. Geſund im Gefühle wohlvollbrachter Pflicht, das Gewiſſen mit keinem Vorwurf belaſtet, wie hätte er nicht vergnügt und geſprächig ſein ſollen? Wenn er erzählte, und er that es, vom Vater dazu auf⸗ gefordert, mit Beſcheidenheit, von ſeinem Zuge ins Frutiger Land, wo er die Männer zum Zuzug gegen die ſavoyſche Grafſchaft, aus


