Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Frau Hedwigs Leitung möglichſt gut hergerichtet, vereinigte Alles, was ſeiner Stellung und ſeinen Beziehungen zur Familie des Amtmanns nach nur irgend dieſer Ehre theilhaftig werden konnte, in der großen Wohnſtube. Egon erſchien dabei mit einem kleinen Pflaſter an der linken Schläfe, was ihn aber nicht entſtellte, und, nach abgelegten Reiſe⸗ kleidern, äußerſt ſchmuck angethan. Frau Hedwig ſah ihre Freude an ihm; ihr Goni war doch der ſchönſte Jüngling, den ſie je geſehen hatte, ſchöner noch als ſein Vater, da dieſer in ähnlichem Alter ſtand, ein Bu zum Küſſen und gegen alle Welt ſo freundlich und lieb; man mußte ihm gut ſein, und war es denn nicht auch Jeder männiglich in der Burg? Drängte ſich nicht Jung und Alt an ihn und ſuchte ſich ihm bemerklich zu machen, durch kleine Dienſte und Aufmerkſamkeiten ſich ihm ge⸗ fällig zu zeigen. Unbegreiflich, daß Marie allein hierin eine Ausnahme machte. Sie kam jetzt, in⸗

dem die Baſe über dieſen Umſtand, der ihr Kummer

bereitete, eben von Neuem nachzudenken anfing und, alle Umſtände zuſammen überſchauend, leiſe vor ſich hinſprach: Was will nur die Rüſtmeiſterin? Ich habe ſie als Kind gehalten und ge⸗ liebt, aber ſie hat mich doch hintergangen. Sie hat