Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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doch nicht! Wen flieht Ihr denn? Mich, Eueren Bruder, Eueren Freund? Unmöglich! Oeffnet Euere

Arme, drückt mich an Euer Herz, wie ich Euch an

das meinige preſſe, ſo, ſo Marie!

Er hatte bei dieſen Worten das Kleid der Frau Rüſtmeiſterin erfaßt, die in der Thüre ihres Hauſes erſchienen war und ſich nicht ſchnell genug zurückziehen konnte, um von dem ſtürmiſchen Vetter nicht entdeckt und daran ge⸗ hindert zu werden; im nächſten Augenblicke lag er an ihrem Halſe, und ſie ward von ſeinen Armen umfangen und gepreßt; vergebens ſuchte ſie ihn nach der erſten Ueberraſchung, in welcher ſie ihre Abneigung zu vergeſſen ſchien und ſeine Umarmung mit Innigkeit erwiederte, von ſich zu ſtoßen, ſich von ihm loszumachen.

Bäsli, rief Egon, Ihr ſtoßt, Ihr drängt mich fort! Mein Himmel, bin ich denn der Alte nicht mehr? Nicht mehr Euer Geſpiele, der Freund und Genoſſe

Cuerer Jugend? Doch halt! Ich habe Euch ge⸗

kränkt, wie die Mutter ſagt. Vor 7 Jahren etwa ſchlug ich Euch beim Haſchen, o verzeiht es. Es war Knabenmuthwille, Spielgebrauch, wenn ich nicht irre; doch mag es geweſen ſein, was es will, vergebt es mir, Baſe. Seht, auf meinen