ohne Myrthenkranz, deſſen Mangel irgend einem zufälligen Verſehen zugeſchrieben ward, zum Altar ſchritt; eine Laſt fiel von Mariens Herzen, als die Feier an heiliger Stätte vorüber war, nicht luſtig und heiter ward ſie, gleich ihrem nunmehrigen Gat⸗ ten, der in Glück und Vergnügen ſchwelgte, doch ruhig, die Amtmännin ihres Theils tröſtete ſich mit dem Gedanken, daß der Rüſtmeiſter, dem ſie ſonſt ſehr gewogen war, doch ſelbſt der Urheber des Un⸗ glücks ſei, welches Marien betroffen, und das, nachdem ſich die Umſtände ſo glücklich geſtaltet hat⸗ ten, viel von ſeiner Folgenwichtigkeit verlor. Der Tag verging unter den üblichen Feſtlichkeiten; Geſang, Bankett und Tanz folgten einander. Herr Wilibald und ſeine Gattin hatten, um ihn würdig und eini⸗ germaßen glänzend zu begehen, gethan, was nur irgend ihre geſtörten Vermögensumſtände geſtatteten, ein Beſtreben, welches bei den ländlichen Verhält⸗ niſſen, die ſie umgaben, ohne zu großen Aufwand und mit mäßigen Koſten erreicht werden konnte. Am nächſten Morgen luſtwandelten der Rüſtmei⸗ ſter und ſein junges Weibchen auf dem Burgwall, deſſen Abfall gegen Mittag hin gerichtet und deßhalb mit üppigen Weinſtöcken bepflanzt war. Laß uns in den Weinberg hinunter, ſagte der neue Ehemann,
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