Teil eines Werkes 
18. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Reden.Ihr ſcheint mi

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r ſo niedergeſchlagen, ſagte glück iſt wandelbar, und Euer Herzog wird wohl auch wieder zu ſeinem Lande kommen; wer weiß, ob es nicht beſſer iſt, daß wir ihn noch auf einige Zeit in die Fremde ſchickten. Leget Helm und Panzer ab; das Ge⸗ fecht zum Frühſtück wird Euch die Luſt zum Mittag⸗ eſſen nicht verdorben haben. Setzet Euch zu uns. Ich erwarte gegen Mittag den Wächter, unter deſſen Ob⸗ hut Ihr auf eine Burg gebracht werden ſollet. Bis dahin laſſet uns noch zuſammen frohlich ſein.

Das iſt ein Vorſchlag, der ſich hören läßt, rief Breitenſtein.Zu Tiſch, Ihr Herren; wahrlich Georg, mit Dir habe ich nicht mehr geſpeist, ſeit dem Imbiß im Ulmer Rathhausſaal. Komm, wir wollen redlich nachholen, was wir verſäumten.

Hans von Breitenſtein zog Georg zu ſich nieder, die Anderen folgten ſeinem Beiſpiel, die Knechte trugen auf, und der edle Wein machten den Ritter von Lich⸗ tenſtein und ſeinen Sohn vergeſſen, daß ſie in mißlichen Verhältniſſen im feindlichen Lager ſeien, daß ſie viel⸗ leicht einem ungewiſſen Geſchick, und wenn ſie die Re⸗ den Frondsbergs recht deuteten, einer langen Gefan⸗ genſchaft entgegen gehen. Gegen das Ende der Tafel wurde Frondsberg hinausgerufen; bald kam er zurück und ſprach mit ernſter Stimme:So gerne ich noch länger Eure Geſellſchaft genoſſen hätte, liebe Freunde, ſo thut es jetzt Noth aufzubrechen. Der Wächter iſt da, dem ich Euch übergeben muß, und Ihr müßt Euch ſpu⸗ ten, wollet Ihr heute noch die Veſte erreichen.