Teil eines Werkes 
18. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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nach der Kirche, erch einen breiten Platz von ihm getrennt war. Kopf an Kopf ſtanden die ſchönen Mädchen und die redſeligen Frauen; ſie muſterten die Anzüge der Fräulein, ſtrengten die Blicke an, als die ſchöne Braut vorbeiging, und waren voll Lobes über den Bräutigam. d

Unter den zahlreichen Zuſchauern ſah man auch eine rüſtige, runde Bauersfrau mit ihrem Töchterlein ſtehen. Dieſe Frau verneigte ſich immerwährend zu großer Beluſtigung der Städtler umher, die nur der Braut und dem Herzog dieſe Aufmerkſamkeit bewieſen. Ste unterhielt ſich dabei eifrig mit ihrer Tochter. Das ſchöne Kind an ihrer Seite ſchien aber wenig auf ihre Reden zu achten; ſie üͤberſah den glänzenden Zug der Fräulein, ihre hellen Augen waren nur immer auf die nahende Braut gerichtet. Je näher dieſe kam, deſto röther färbten ſich die Wangen des Mädchens, das rothe Mieder hob und ſenkte ſich ungeſtüm, und das pochende Herz ſchien die ſilbernen Ketten, womit es eingeſchnürt war, zerſprengen zu wollen. Sie ſah Ma⸗ rien feſt und durchdringend an, die hohe Schönheit der jungen Braut ſchien ſie zu überraſchen, ein wehmüthiges Lächeln zuckte um ihren kleinen Mund.Sie iſt's!a rief ſie unwillkürlich aus, und verbarg dann ſchnell ihr Geſicht hinter dem Rücken ihrer Mutter, denn die Um⸗ ſtehenden ſahen verwundert nach ihr hin.

Jo, dia iſt's, Bärbele! Dia iſt grauſig ſchö etz

flüſterte die runde Frau und neigte ſich tief.J wellet mer uf da Junker paſſa. Das Mädchen ſchien dyebe Raths nicht erſt zu be⸗

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