Teil eines Werkes 
18. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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r J tt, als der Herzog unter dem Thor von Lichtenſtein ſich auf dieſen Tag ver⸗ tröſtete: unwillkürlich mußte er lächeln, wenn er der Würde und Hoheit gedachte, mtt welcher die Geliebte den Mann der Höhle damals zurückgewieſen hatte. Immerhin, Herr Herzog, auch auf den Mund! Ihr habt es längſt verdient durch Eure großmüthige Für⸗ ſprache.

Wer ſind Deine Geſellen, die Dich zum Altar geleiten? fragte der Herzog. 4

Marx Stumpf und der Ulmer Rathsſchreiber, ein Vetter von Lichtenſtein. 3

Wie, das feine Männlein, den mein Kanzler köpfen laſſen wollte? Da haft Du links den zierlichſten und rechts den tapferſten Mann des Schwabenlandes. Glück zu, junger Herr; doch ich will Dir rathen, mehr rechts zu halten als links, dann kann es Dir nie feh⸗ len auf Erden, und wärſt Du ſo eiferſüchtig als ein Türke. Sieb, ſieh, da kommt ja der Rechte; ſieh, wie ſeine breite kurze Geſtalt ſich wunderlich ausnimmt unter den Frauenzimmern. Und wie er ſich ſtattlich angethan hat! Den verſchoſſenen grünen Mantel trug er ſchon Anno elf auf unſerer Hochzeit mit Frau Sa⸗ bina Lobeſan.

Kann mich nicht viel mit dem Anzug befaſſen, erwiderte der tapfere Ritter von Schweinsberg, der die letzten Worte noch gehört hatte;auch mit dem Tanzen will es nicht recht gehen, Ihr werdet mich entſchuldigen; will aber heute Abend im Ritterſpiel der neue Eheherr eine Lanze mit mir brechen, ſo 4