Teil eines Werkes 
17. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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94 dem Beiſpiel und blickte nach einer andern Seite des Schloßplatzes.Wer kommt denn hier? fragte er den jungen Ritter.Schaut, in einem ſolchen Kaſten zog ich zu Felde.

Georg wandte ſich um. Er ſah einen Zug von Reifigen, die eine Sänfte in ihrer Mitte führten. Ein alter Herr zu Pferd folgte dem Zug, der jetzt aufs Schloß einbeugte. Georg ſah ſchärfer hinab:Sie find's, rief er,wahrhaftig; es iſt der Vater, und in der Sänfte wird ſie ſitzen! In einem Sprung war er zur Thür hinaus, und der Rathsſchreiber ſah ihm ſtaunend nach.Wer ſoll es ſein, welcher Vater? fragte er. Er ſchaute noch einmal durchs Fenſter, die Sänfte hielt vor der Zugbrücke des Schloſſes, und in demſelben Augenblicke ſtürzte Georg aus dem Thor. Herr Dietrich ſah ihn die Thüre der Sänfte ungeſtüm aufreißen, eine verſchleierte Dame ſtieg aus, ſie ſchlug den Schleier zurück und wunderbar! Es war das Bäschen Marie von Lichtenſtein.Ei, ſeh doch Einer? Er küßt ſie auf öffentlicher Straße, ſprach der Raths⸗ ſchreiber kopfſchuͤttelnd vor ſich hin;was das eine Freude iſt! Aber wehe, jetzt kommt der Alte um die Sänfte herum, der wird Augen machen! Der wird ſchimpfen! Doch wie? Er nickt dem Jüngling freundlich zu, er ſteigt ab, er umarmt ihn. Nein, das geht nicht mit rechten Dingen zu!

Und dennoch ſchien es durchaus mit rechten Dingen zuzugehen; denn als der Schreiber des großen Rathes aus dem Zimmer auf die Galerie trat, um ſich zu über⸗ zeugen, daß ihn ſeine Augen getäuſcht haben müſſen,