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lernen.„Ihr Nachbar, mein Fräulein,“ fuhr ich fort; „iſt wohl etwas unbequem für Sie; der Wagen iſt zu enge, als daß ein ſolcher Koloß mit Recht in der Mitte ſitzen dürfte.“
„Und doch möchte ich ihn noch weniger zum téte- à-téte,“ erwiderte ſte. 1
Ich erröthete beinahe über dieſe Artigkeit und war doch eitel genug zu fragen:„Und warum?“
„Ich denke, ein ſchlafender Koloß würde nicht ſo artig ſein, auf meine Bequemlichkeit Rückſicht zu nehmen.“ 1
Ich weiß nicht, ob ſie mir wirklich dadurch für ihre Sicherſtellung vor den breiten Hufen des dicken Man⸗ nes danken wollte, aber ich verbeugte mich, murmelte etwas von Schuldigkeit gegen Damen und war in dem⸗ ſelben Augenblick wieder unmuthig über mich ſelbſt, weil ſie doch vielleicht mich nicht gemeint hatte, ließ die angeknüpfte Unterhandlung fallen und ſuchte wie ein gleichgültiger Reiſender auszuſehen, obgleich noch mancher Streifblick an dem glänzenden Auge der jun⸗ gen Dame vorüberflog.
Sechs bis ſieben Uhr.
Die Pferde werden gewechſelt; die Schlafenden er⸗ wachen und ſtarren mit glanzloſen, ſchläfrigen Augen auf einige zerlumpte Weiber und Kinder, die mit ihrem kreiſchenden Patois und ihren Holzſchuhen einen unan⸗ genehmen Lärm machen. Der Oberſt zieht an einem alten ledernen Riemchen eine ſilberne Uhr aus der Taſche, und ich denke, er müſſe ſeit der Reſtaurativn


