Teil eines Werkes 
13. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9 3.

ihm nach; aber der Fiſcher, welcher zu beiden Rudern gegriffen hatte, war ihm bald aus dem Gehör, und nachdem er um einen Felſen gebogen, auch aus dem Geſichte. Aber die Entdeckung, daß der böſe Geiſt ſich ſeinen Geiz zu Nutze zu machen und mit Gold in ſeine Schlingen zu locken ſuchte, heilte den verblendeten Fiſcher nicht, im Gegentheil, er meinte die Mitthei⸗ lung des gelben Männchens benutzen zu können, ohne ſich dem Böſen zu überliefern; und indem er fortfuhr, an der öden Küſte nach Gold zu fiſchen, vernachläſſigte er den Wohlſtand, den ihm die reichen Fiſchzüge in andern Gegenden des Meeres darboten, ſo wie alle andern Mittel, auf die er ehemals ſeinen Fleiß ver⸗ wendet, und verſank von Tag zu Tage nebſt ſeinem Gefährten in tiefere Armuth, bis es endlich oft an den nothwendigſten Lebensbedürfniſſen zu fehlen anfing. Aber obgleich dieſer Verfall gänzlich Falke's Halsſtar⸗ rigkeit und falſcher Begierde zugeſchrieben werden mußte, und die Ernährung Beider jetzt Kaſpar Strumpf allein anheim fiel, ſo machte ihm doch dieſer

niemals den geringſten Vorwurf; ja er bezeugte ihm

immer noch dieſelbe Unterwürfigkeit, daſſelbe Ver⸗ trauen in ſeinen beſſern Verſtand, als zur Zeit, wo ihm ſeine Unternehmungen allezeit geglückt waren; dieſer Umſtand vermehrte Falke's Leiden um ein gro⸗ ßes, aber trieb ihn, noch mehr nach Gold zu ſuchen, weil er dadurch hoffte, auch ſeinen Freund für ſein ge⸗ genwärtiges Entbehren ſchadlos halten zu können. Da⸗ bei verfolgte ihn das teufliſche Geflüſter des Wortes Carmilhan noch immer in ſeinem Schlummer. Kurz,