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Sie wurden abgeführt, und der Kalif führte Said und Benezar in einen andern Saal, dort erzählte er ihm ſelbſt ſeine wunderbare Rettung durch Said und wurde nur zuweilen durch das Geheul Kalum⸗Beks unterbrochen, dem man ſo eben im Hof ſeine hundert vollwichtigen Goldſtücke auf die⸗Fußſohlen zählte.
Der Kalif lud Benezar ein, mit Said bei ihm in Bagdad zu leben. Er ſagte es zu und reiste nur noch einmal nach Hauſe, um ſein großes Vermögen abzuho⸗ len. Said aber lebte in dem Palaſt, den ihm der dankbare Kalife erbaut hatte, wie ein Fürſt. Der Bruder des Kalifen und der Sohn des Großweſſirs waren ſeine Geſellſchafter, und es war in Bagdad zum Sprüchwort geworden: Ich möchte ſo gut und ſo glück⸗ lich ſein, als Said, der Sohn Benezars.
„Bei ſolcher Unterhaltung käme mir kein Schlaf in die Augen, wenn ich auch zwei, drei und mehre Nächte wach bleiben müßte,“ ſagte der Zirkelſchmied, als der Jäger geendigt hatte.„Und oft ſchon habe ich dies bewährt gefunden. So war ich in früherer Zeit als Geſelle bei einem Glockengießer. Der Meiſter war ein reicher Mann und kein Geizhals. Aber eben darum wunderten wir uns nicht wenig, als wir einmal eine große Arbeit hatten, und er, ganz gegen ſeine Gewohn⸗ heit, ſo knickerig als möglich erſchien. Es wurde in die neue Kirche eine Glocke gegoſſen, und wir Jungen und Geſellen mußten die ganze Nacht am Heerd ſitzen und das Feuer hüten. Wir glaubten nicht anders, als der Meiſter werde ſein Mutterfäßchen anſtechen und uns


