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Kalif den Kaufmann an, der erbleichend und zitternd vor ihm ſtand.
„Allah, Allah!“ rief Jener. Ich will gewiß nichts gegen den Herrn Großweſſir ſagen, er iſt ein glaub⸗ würdiger Mann, aber ach! Der Beutel gehörte doch mein, und der nichtswürdige Said hat ihn geſtohlen. Tauſend Toman wollte ich geben, wenn er jetzt zur Stelle wäre.“
„Was haſt Du denn mit dieſem Said angefangen?“ fragte der Kalif.„Sag' an, wohin man ſchicken muß, damit er vor mir Bekenntniß ablege!“
„Ich habe ihn auf eine wüſte Inſel geſchickt,“ ſprach der Polizeirichter.
„O Said! mein Sohn, mein Sohn!“ rief der un⸗ glückliche Vater und weinte..
„So hat er alſo das Verbrechen bekannt?“ fragte Harun..
Der Polizeirichter erbleichte. Er rollte ſeine Augen hin und her; und endlich ſprach er:„Wenn ich mich noch recht erinnern kann— ja.“²
„Du weißt es alſo nicht gewiß 2“ fuhr der Kalif mit ſchrecklicher Stimme fort;„ſo wollen wir ihn ſelbſt fragen. Tritt hervor, Said, und Du, Kalum⸗ Bek, zahlſt vor allem tauſend Goldſtücke, weil er jetzt hier zur Stelle iſt.“
Kalum und der Polizeirichter glaubten ein Ge⸗ ſpenſt zu ſehen. Sie ſtürzten nieder und riefen: „Gnade! Gnade!“ Benezar, vor Freuden halb ohn⸗ mächtig, eilte in die Arme ſeines verlorenen Sohnes. Aber mit eiſerner Strenge fragte jetzt der Kalif:


