4 128 Said dankte vem Kalifen; er verſprach ihm, auf immer bei ihm zu bleiben, wenn er zuvor eine Reiſe zu ſeinem Vater, der in großen Sorgen um ihn ſein müſſe, gemacht haben werde, und der Kalif fand dies gerecht und billig. Sie ſetzten ſich bald zu Pferd und kamen noch vor Sonnenuntergang in Bagdad an. Der Kalif ließ Said eine lange Reihe prachtvoll geſchmück⸗ ter Zimmer in ſeinem Palaſt anweiſen und verſprach ihm noch überdies, ein eigenes Haus für ihn erbauen zu laſſen.
Auf die erſte Kunde von dieſem Ereigniß eilten die alten Waffenbrüder Saids, der Bruder des Kalifen und der Sohn des Großweſſirs, herbei. Sie umarmten ihn als Retter dieſer theuren Männer und baten ihn, er möchte ihr Freund werden. Aber ſprachlos wurden ſie vor Erſtaunen, als er ſagte:„Euer Freund bin ich längſt,“ als er die Kette, die er als Kampfpreis er⸗ halten, hervorzog und ſie an dieſes und jenes erinnerte. Sie hatten ihn immer nur ſchwärzlichbraun und mit langem Bart geſehen, und erſt als er erzählte, wie und warum er ſich entſtellt habe, als er zu ſeiner Rechtfertigung ſtumpfe Waffen herbeibringen ließ, mit ihnen focht und ihnen den Beweis gab, daß er Alman⸗ ſor der Tapfere ſei, erſt dann umarmten ſie ihn mit Jubel von Neuem und prieſen ſich glücklich, einen ſol⸗ chen Freund zu haben.
Den folgenden Tag, als eben Said mit dem Groß⸗ weſſir bei Harun ſaß, trat Meſſour, der Oberkäm⸗ merer herein und ſprach:„Beherrſcher der Gläubigen,


