Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Balſora, ſeiner Vaterſtadt; da fielen plötzlich einige Männer über ihn her und banden ihm, trotz ſeiner Gegenwehr, die Hände auf den Rücken. Er fragte ſie, was ſie zu dieſer Gewaltthat berechtige, und ſie antworteten, es geſchehe im Namen der Polizei und ſeines rechtmäßigen Gebieters Kalum⸗Bek. Zugleich trat der kleine, häßliche Mann herzu, verhöhnte und verſpottete Said, griff in ſeine Taſche und zog zum Stannen der Umſtehenden und mit Triumphgeſchrei einen großen Beutel mit Gold heraus.

„Sehet! Das alles hat er mir nach und nach ge⸗ ſtohlen, der ſchlechte Menſch!“ rief er, und die Leute ſahen mit Abſchen auf den Gefangenen und riefen: „Wie! Noch ſo jung, ſo ſchön, und doch ſo ſchlecht! Zum Gericht, zum Gericht, damit er die Baſtonade erhalte.“ So ſchleppten ſie ihn fort, und ein unge⸗ heurer Zug Menſchen aus allen Ständen ſchloß ſich an, ſie riefen:„Sehet, das iſt der ſchöne Ladendiener vom Bazar; er hat ſeinen Herrn beſtohlen und iſt entflohen; zweihundert Goldſtücke hat er geſtohlen.“

Der Aufſeher der Polizei empfing den Gefäangenen mit finſterer Miene; Said wollte ſprechen, aber der Beamte gebot ihm zu ſchweigen und verhörte nur den kleinen Kaufmann. Er zeigte ihm den Beutel und fragte ihn, ob ihm dieſes Gold geſtohlen worden ſei; Kalum⸗Bek beſchwor es; aber ſein Meineid verhalf ihm zwar zu dem Gold, doch nicht zu dem ſchönen La⸗ dendiener, der ihm tauſend Goldſtücke werth war, denn der Richter ſprach:„Nach einem Geſetz, das mein großmächtigſter Herr, der Kalif, erſt vor wenigen