Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Seite, trieb es mit einem tüchtigen Hieb an und flog wie ein Vogel über die Ebene hin. Die fünf Männer ſtaunten einen Augenblick, aber wohlbewandert in ſol⸗ chen Verfolgungen, theilten ſie ſich, jagten rechts und links nach, und weil ſie die Art und Weiſe wie man in der Wüſte reiten muß, beſſer kannten, hatten zwei von ihnen den Flüchtling bald überholt, wandten ſich gegen ihn um, und als er auf die Seite floh, fand er auch dort zwei Gegner, und den fünften in ſeinem Rücken. Der Eid, ihn nicht zu tödten, hielt ſie ab, ihre Waffen zu gebrauchen; ſie warfen ihm auch jetzt wieder von hinten eine Schlinge über den Kopf, zogen ihn vom Pferd, ſchlugen unbarmherzig auf ihn los, banden ihn dann an Händen und Füßen und legten ihn in den glühenden Sand der Wüſte. 3 Said flehte ſie um Barmherzigkeit an, er verſprach ihnen ſchreiend ein großes Löſegeld, aber lachend ſchwangen ſie ſich auf und jagten davon. Noch einige Augenblicke lauſchte er auf die leichten Tritte ihrer Roſſe, dann aber gab er ſich verloren. Er dachte an ſeinen Vater, an den Gram des alten Mannes, wenn ſein Sohn nicht mehr heimkehre; er dachte an ſein eigenes Elend, daß er ſo frühe ſterben müſſe; denn nichts war ihm gewiſſer, als daß er in dem heißen Sand den martervollen Tod des Verſchmachtens erlei⸗ den müſſe, oder daß er von einem Schakal zerriſſen werde. Die Sonne ſtieg immer höher und brannte

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gllühend auf ſeiner Stirne; mit unendlicher Mühe ge⸗

lang es ihm, ſich aufzuwälzen; aber es gab ihm we⸗ nig Erleichterung. Das Pfeiſchen an der Kette war