Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Satz um fünf Gulden, denn niederer iſt es doch nur Kinderſpiel.“ Er zog den Beutel und zählte, und fand hundert Gulden baar, und Spielpeter wußte nun, wie viel er ſelbſt habe, und brauchte es nicht erſt zu zählen. Aber hatte Ezechiel vorher gewonnen, ſo verlor er jetzt Satz für Satz und fluchte gräulich dabei. Warf er einen Paſch, gleich warf Spielpeter auch einen, und immer zwei Augen höher. Da ſetzte er endlich die letzten fünf Gulden auf den Tiſch und rief:„Noch einmal, und wenn ich auch den noch verliere, ſo höre ich doch nicht auf, dann leihſt Du mir von Deinem Gewinn, Peter, ein ehrlicher Kerl hilft dem Andern!“

„So viel Du willſt, und wenn es hundert Gulden ſein ſollten,“ ſprach der Tanzkaiſer, fröhlich über ſeinen Gewinn, und der dicke Ezechiel ſchüttelte die Würfel und warf fünfzehn.„Paſch!“ rief er,„jetzt wollen wir ſehen!“ Peter aber warf achtzehn, und eine heiſere bekannte Stimme hinter ihm ſprach:„So, das war der letzte.“

Er ſah ſich um, und rieſengroß ſtand der Holländer Michel hinter ihm. Erſchrocken ließ er das Geld fallen, das er ſchon eingezogen hatte. Aber der dicke Ezechiel fah den Waldmann nicht, ſondern verlangte, der Spiel⸗ peter ſolle ihm zehn Gulden vorſtrecken zum Spiel. Halb im Traum fuhr dieſer mit der Hand in die Taſche, aber da war kein Geld; er ſuchte in der andern Taſche, aber auch da fand ſich nichts, er kehrte den Rock um, aber es fiel kein rother Heller heraus, und jetzt erſt gedachte er ſeines eigenen erſten Wunſches, immer ſo viel Geld zu haben als der dicke Ezechiel. Wie Rauch war alles verſchwunden.